Chemotherapie ?!? Muss dat denn sein????

Obwohl ich echt Angst hatte, ging ich mit guter Laune zur ersten Chemo. Ich wusste, jetzt geht es los, jetzt wird mir geholfen. Angesetzt waren 4 mal (alle 3 Wochen) Epirubicin/Cyclophosphamid und 12 mal Taxol wöchentlich. Epirubicin , das Aperol Sprizz unter den Chemos. 🙂 Sieht so aus, wirkt aber anders. 🙂

Nunja….also die erste Chemo! Das Portanstechen war echt unangenehm, noch vielmehr das Gefühl, wenn das erste mal Flüssigkeit dort rein läuft und es nach und nach recht kühl wird. Aber man gewöhnt sich an alles. Ich dachte, man merkt bestimmt sofort etwas, wenn die Chemos reinlaufen. Aber es passierte nichts. Nach guten 6 Stunden waren wir fertig und ich war noch immer fit. Entgegen meiner Erwartungen. Ich fühlte mich wie vorher, fuhr mit dem Bus heim und saß dann zuhause und wartete auf die Nebenwirkungen. Klingt bestimmt total blöd, ist aber so. Ein bisschen müde  war ich an dem Tag, mehr passierte aber nicht.

Auch als ich am nächsten Morgen erwachte ging es mir echt gut. Ich schmiss meinen Haushalt und verbrachte noch viel Zeit draussen. Zum Wochenende hin merkte ich dann langsam wie sich etwas veränderte. Der Kreislauf spielte etwas verrückt und etwas Übelkeit kam auf. Ich fühlte mich ein bisschen betrunken. Das nervte , weil man die Dinge so schwummerig gesehen hat. Aber gegen die meisten Sachen war ich gewaffnet, denn man wird ja tüchtig mit Medikamenten ausgestattet. Der Sonntag nach der ersten Chemo war es etwas schwierig, da ich mit meinem Reflux ein paar Probleme hatte. Das hat mir auch eine schlaflose Nacht gebracht, da ich ausschließlich im Sitzen schlafen konnte, wenn überhaupt. Aber auch hierbei wurde mir in der Klinik am nächsten Tag schnell geholfen mit Pantoprazol und danach hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mehr. Mir ging es in der Woche darauf schon echt gut. Ich reiste sogar zu meiner Familie an die Nordsee und genoss dort ein paar schöne Tage.

Genau zwei Wochen nach der ersten Chemo kämmte ich mir morgens die Haare und bemerkte, da waren auffällig mehr Haare in der Bürste als sonst. Oh mein Gott jetzt schon !!!!! Ich war ja drauf vorbereitet, aber doch nicht so schnell. In den folgenden 2 Tagen wurde es immer mehr. Man konnte die Haare so vom Kopf ziehen. Eine echt schlimme Sache und vor allem sehr belastend, denn überall lagen Haare rum. Und so entschied ich mich, am Abend meines Geburtstages die Haare runterholen zu lassen. Ein ganz komisches Gefühl. Ich dachte, es wird so schwer und es werden ganz viele Tränen fließen. Aber dazu hatte ich gar keine Möglichkeit. Die Mama meines Partners und seine Schwester schnitten nach und nach die Haare ab und formten die witzigsten Frisuren. So haben wir mehr gelacht als alles andere. Und als dann alles weg war, fand ich es gar nicht so schlimm. Irgendwie war es ganz süß. Aber….. es ist sehr kalt nachts. Muss man sich erstmal daran gewöhnen.

In den folgenden 3 großen Chemos ging es mir dann ähnlich. Etwas Schwindel und Übelkeit waren immer vertreten. Aber es hielt sich zum Glück so in Grenzen, dass ich damit leben konnte. Nach und nach gingen mir in der Zeit auch sämtliche Körperhaare aus, was ich, bis aufs Gesicht, wenig ärgerlich fand. Wimpern und Augenbrauen hielten sich echt wacker. Was mich aber etwas nervte, waren die Hitzewallungen. Ich hätte es niemals gedacht, aber die sind soooo anstregend, gerade wenn man am Abend einschlafen möchte. Aber im Groben und Ganzen war ich echt erstaunt, wie „gut“ es mir ging, trotz Chemotherapie. Natürlich hat der erste Ultraschall nach der dritten Chemo die positive Einstellung noch mehr verstärkt. Denn der Tumor war nur noch recht „schwammig“ zu erkennen. Wahnsinn! Es ist so ein unbeschreiblich gutes Gefühl, so eine Botschaft zu erhalten. Da war ich dann noch motivierter. An dem Tag habe ich mit meiner Schwiegermama gleich mal mit nem Sektchen angestossen. Sowas muss ja wohl gefeiert werden. Für meine Familie war es die schönste Nachricht seit langem, und es flossen einige Freundentränchen.

Nach der 4ten großen Chemo war ich dennoch echt glücklich diese hinter mich gebracht zu haben und immerhin war nun Halbzeit. Yeah !!! Körperlich war ich zum Glück so fit danach, dass ich zur Hochzeit meiner kleinen Schwester reisen konnte. Ich hab das so genossen dort zu sein. Gerade nach der ersten Chemozeit.

Ende November begannen dann die wöchentlichen Chemos. Diese hab ich auch recht gut vertragen. Das fiese ist halt immer das Cortison. Ich hab da durch so einen Heißhunger bekommen, dass am Chemotag morgens die Futterluke auf ging und erst am Abend wieder zu. Der ganze Spaß hat mir während der Chemozeit auch ganze 10 kg gebracht. Furchtbar, denn ich bin ja nicht gerade ein Leichtgewicht. Die hätten echt nicht sein müssen, aber es hat soooooooooooo geschmeckt. Während der kleinen Chemo hatte ich dann auch immer meinen „toten Samstag“. Das war der einzige Tag wo nicht viel ging. Da musste ich mich echt schonen, weil der Kreislauf partout nicht wollte. Leider kamen mit den kleinen Chemos auch die Depri-Schübe. Man sitzt irgendwo und plötzlich weint man. Und kein Mensch weiss wieso. Man selber auch nicht. Aber was ich gelernt habe ist, dass Tränen befreien. Ich fühlte mich danach soooo viel besser. Meistens bin ich dann spazieren gegangen, um den Kopf einfach mal frei zu kriegen.

Zur Mitte der Weeklys fingen dann meine Zehen an, taub zu werden. Ein ganz merkwürdiges Gefühl. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als klebt dort etwas unterm Fuß. Und mir taten die Beine weh. Aber wie doll manchmal. Als ob die tonnenschwer wären. Am meisten spürte ich das, wenn ich abends im Bett lag. Tagsüber ging es, da ich mich eigentlich echt viel bewegte. Und mit jeder kleinen Chemo, verschwanden mehr Wimpern und Augenbrauen. Aber , mit Beginn der kleinen Chemo finden die Kopfhaare an zu wachsen. Und wie. Sie schossen Quasi aus dem Kopf raus. Zur letzten Chemo kam ich mit quasi „vollem“ Haar aufm Kopf, aber völlig haarfrei im Gesicht. Ich fand immer, so ohne Augenbrauen und Wimpern, sah ich aus wie ein Frosch. Naja, eine Wimper hatte ich ja noch. EINE! Die war echt hartnäckig. 🙂 Die Survivor-Wimper 🙂

Je näher das Ende der Chemos kam, umso mehr merkte ich, dass der Körper einfach keine Lust mehr darauf hatte. Und bei der 9ten kleinen schlich sich dann bei mir eine fiese Bronchitis ein, die sich echt über 4 Wochen zog, mit Stimmenverlust und einer Chemopause. Das nervte mich schon sehr. Da ich ja endlich fertig sein wollte. Und dann noch ne Pause. Maaaaan…sowas stresst ungemein. Hatte sich mein Immunsystem bisher doch echt wacker geschlagen, so musste es mir auf dem Endspurt doch noch einen Stein in den Weg legen. Aber….. mit der letzten Chemo ging auch die Bronchitis und ich hatte meine erste kleine gegelte Frisur. Ein gaaaaaaanz tolles Gefühl.

Fazit aus allem: Es war bei weitem nicht so schlimm, wie ich erwartet habe. Ich habe die gesamte Zeit über meine positive Einstellung und meinen schrägen Humor nicht verloren. Ich bin jeden morgen aufgestanden und habe mich zurecht gemacht. Das hat mir als Frau ein unheimlich gutes Gefühl gegeben. Mit den Nebenwirkungen kann man irgendwann umgehen, denn man lernt, was man in welcher Situation tun muss, um dass es einfach besser wird. Ich bin dankbar so eine tolle Familie und Schwiegerfamilie, sowie ganz liebe Freunde an meiner Seite gehabt zu haben, die mich so gut und liebevoll unterstützt haben und mich besucht haben, so oft sie konnten (auch wenn bei meiner Familie und mir 800 km dazwischen liegen).  Und ich bin unendlich froh, so wundervolle Chemo-Mädels kennengelernt zu haben und so ein tolles Team in der Senologie gehabt zu haben. Ich denke ohne diese ganzen Menschen wäre es für mich bei weitem schlimmer gewesen. Und das ist mein voller Ernst !!! Ich bin froh eine Chemotherapie gemacht zu haben, auch wenn man viel Negatives liest und hört. Mir hat sie geholfen und das zerstört, was zerstört werden muss. Ziel erreicht !!

Liebste Grüße….. Skadi

Eine Antwort auf „Chemotherapie ?!? Muss dat denn sein????“

  1. Hallo, ich bin Theresa Williams Nachdem ich jahrelang mit Anderson in Beziehung war, hat er mit mir Schluss gemacht, ich habe alles getan, um ihn zurückzubringen, aber alles war vergeblich, ich wollte ihn so sehr wegen der Liebe die ich für ihn habe Ich flehte ihn mit allem an, ich machte Versprechen, aber er lehnte ab. Ich erklärte meinem Freund mein Problem und sie schlug vor, dass ich lieber einen Zauberwirker kontaktieren sollte, der mir helfen könnte, einen Zauberspruch zurückzubringen, aber ich bin der Typ, der nie an Zauber glaubte, ich hatte keine andere Wahl als es zu versuchen Ich habe den Zauberkundigen geschickt und er hat mir gesagt, dass es kein Problem gibt, dass vor drei Tagen alles in Ordnung sein wird, dass mein Ex vor drei Tagen zu mir zurückkehren wird, er den Zauberspruch gesprochen hat und am zweiten Tag überraschend gegen vier Uhr. Mein Ex hat mich angerufen, ich war so überrascht, ich habe den Anruf angenommen und alles, was er gesagt hat, war, dass er sich für alles, was passiert ist, so sehr entschuldigte, dass er wollte, dass ich zu ihm zurückkomme, dass er mich so sehr liebt. Ich war so glücklich und ging zu ihm, und so lebten wir wieder glücklich zusammen. Seitdem habe ich versprochen, dass jeder, den ich kenne, ein Beziehungsproblem hat, ich würde einer solchen Person helfen, indem ich ihn oder sie an den einzigen wirklichen und mächtigen Zauberwirker verweise, der mir mit meinem eigenen Problem geholfen hat. E-Mail: {drogunduspellcaster@gmail.com} Sie können ihm eine E-Mail senden, wenn Sie Hilfe in Ihrer Beziehung oder in einem anderen Fall benötigen.

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